Ein Terrarium, was ist das? Welche unterschiedlichen Lebensräume gibt es und wie reinige ich es ?

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Terrarium aus der lateinischen Ableitung terra = „Land, Erde“ ,ist eine  Anlage zur Haltung und Aufzucht verschiedener Tiere und Pflanzen. Terrarien gibt es in verschiedenen Größen.

Von kleinen Terrarien für Insekten oder Spinnentieren bis zu XXL-Terrarien in denen man die Lebensräume der Tiere und Pflanzen gut nachstellen kann.

Sie werden in verschiedenen Materialien angeboten oder gebaut. Materielle Unterschiede sind Glas-Terrarien, Holz-Terrarien, Aluminium-Terrarien und Kunststoff-Terrarien.

Anfänger der Terraristik sind meist mit einem Starter-Set gut beraten. Sie können so ihre ersten Erfahrungen machen.  Welche Lebensräume nachgestellt werden können, haben wir dir hier aufgelistet.

 

Terrarienarten

 

Aquaterrarium:

Unter diesem Oberbegriff versteht man die Vereinigung aus einem Wasser- und einem Landteil. Durch die prozentuale Verteilung des Wasseranteils, können mehrere Übergangsformen eines Aquaterrariums abgeleitet werden. Die wichtigsten wollen wir dir hier nennen.

  • Paludarium: Ein Paludarium „aus dem lateinischen palus = Sumpf“ bildet, wie der Name schon sagt, eine Sumpflandschaft nach. Die Anzeichen für ein Paludarium, ist ein relativ kleiner und seichter Wasseranteil und es ist mit sehr vielen Pflanzen ausgestattet.
  • Riparium: Bei einem Riparium „aus dem lateinischen ripa = Ufer“ wird eine Uferlandschaft nachgebildet. Hier ist der Wasseranteil größer als in einem Paludarium.
  • Rivarium: In einem Rivarium“ aus dem lateinischen rivus = Bach“ wird der Verlauf eines Bachlaufes nachgebildet.

 


Waldterrarium:

Darunter versteht man die Nachbildungen der Lebenräume von Tieren und Pflanzen, die in Waldgebieten heimisch sind. Gerade bei dieser Terrariumart muss auf die Feuchtigkeit geachtet werden.

  • Waldterrarium: Bei dieser Terrarienart werden halbfeuchte oder halbtrockene Waldlandschaften nachgebildet. Seine Temperaturen und Luftfeuchtigkeitswerte liegen zwischen einem Trockenterrarium und dem Regenwaldterrarium.
  • Regenwaldterrarium: Hier ist der Wasseranteil sehr klein. Es wird der Lebensraum von Pflanzen und Tieren aus den feuchten Tropen nachgebildet. Wiederum ist die Luftfeuchtigkeit bei einem Regenwaldterrarium sehr hoch.

 


Trockenterrarium:

Unter diesem Oberbegriff versteht man alle beheizten und trockenen Terrarien. Sie sind abhängig von der Dekoration, der Bepflanzung und der Tierhaltung. Hier unterscheidet man zwischen:

  • Wüstenterrarium: Bei dieser Wüstennachbildung besteht der Bodengrund aus einer tiefen Sandschicht oder einer Mischung aus Lehm und Sand. Ein Wüstenterrarium wird nur mit maximal 2 Pflanzen, einer Wurzel und/oder einem Kaktusskelett bepflanzt.

 

  • Steppenterrarium: Hier gilt die Nachahmung einer Übergangszone zwischen einer Wüste und einem Savannenlebensraum.

 

  • Savannenterrarium: Im Gegensatz zu einem Steppenterrarium, kann hier durch zahlreiche Pflanzen, Hölzer und Steinen ein Savannenterrain nachgebildet werden. Agavengewächse und kleine Feigenkaktusarten eignen sich hervorragend für die Gestaltung.

 

  • Felsterrarium: Hierbei wird eine Gesteinslandschaft nachgebildet.

 


Quarantäneterrarium:

Hier werden neu erworbene oder kranke Tiere, um Krankheitsübertragungen zu vermeiden, kurzzeitig von den anderen Tieren isoliert.

 

Die Terraristen, die sich für Insekten und Ameisen begeistern unterscheiden:

  • Formicarium: Darunter versteht man ein Terrarium, das den natürlichen Lebensraum einer Ameisenart nachbildet. (Auch bekannt als Ameisenfarm)

 

  • Insektarium: In einem Insektarium wird der natürliche Lebensraum einer Insektenart nachgebildet.

 


 

Egal für welches dieser Terrarienarten Du dich entscheidest, bedenke immer, dass es sich um Lebewesen handelt die du aufziehst. Versuche deinen Tieren und Pflanzen ein lebenswertes und artgerechtes Umfeld zu bieten.

Wir hoffen, wir konnten dir die Aufgliederung, Unterschiede und Verwendungen ersichtlich machen.

 


Welche Größe braucht mein Terrarium?

Wie groß das Terrarium sein sollte, ist eine Frage des Verständnisses über die Pflicht gegenüber einem Lebewesen. Du musst dem Tier immer versuchen den größtmöglichen Raum zur Entfaltung zu geben. Natürlich gibt es eine Untergrenze, die das Tierschutzgesetz für die Haltung eines Tieres vorschreibt. Trotzdem sollte man versuchen, dem Tier einen größeren Bereich zu geben. Ihm ein lebenswertes Leben ermöglichen.

Es bietet sich an, durch eine einfache Formel, die Größe einschätzen zu können. Dir als Terrarium-Neuling hilft die Kopf/Rumpf/Länge (KRL) einen ungefähren Größenstandard des Umfeldes der Tiere zu errechnen. Dies ist nur der untere Richtwert, der gesetzlich vorgegeben ist.
Die Kopf/Rumpf/Länge ist die gemessene Länge vom Kopf bis zum Schwanzansatz.

 

Kleines Rechenbeispiel:

Richtlinie des Terrariums (L x T x H) x KRL für eine Bartagame ist die mit 5x4x3 angegeben. Die KRL entspricht z.B. 25 cm, so würde sich die empfohlene Terrarien-Größe von 125x100x75 (L x T x H) ergeben.
Länge: 25cm x 5 = 125 cm Tiefe: 25cm x 4 = 100cm Höhe: 25cm x 3 = 75cm

Die jeweiligen Richtlinien eines Tieres kannst Du in der „Tierhaltungsverordnung: Mindestanforderungen an die Haltung von Reptilien“ nachlesen.

 


Was muss ich bei dem Standort meines Terrariums beachten?

 

Nachdem du jetzt nun weißt welche Mindestgröße dein Terrarium haben muss, mach dir Gedanken über den geeigneten Standort. Wie in den Seiten Beleuchtung  und Heizung erwähnt, muss das Terrarium den Verhältnissen des Raumes angepasst werden. Es sollte nicht direktem Sonnenlicht ausgesetzt werden. Schnell kann eine Überhitzung des Innenraumes stattfinden. Gleichermaßen sollte das Terrarium auch nicht in einem zugigen Bereich aufgestellt werden.

Versuche den Tieren keinen Sichtkontakt mit anderen in Terrarien lebenden Tieren zu gewähren. Für besonders stressanfällige Tiere ist der Ort in einem ruhigen Raum ratsam. Achte darauf, dass du dir eine gute Zugänglichkeit gewährleistest, schließlich musst du in dem Terrarium agieren können.

Die Bodenbeschaffenheiten eines Raumes sind auch ein wichtiger Punkt; sehr große Terrarien können ein sehr großes Gewicht aufweisen. Versuche tragende Wände zu bevorzugen und die Last von den Böden damit auszugleichen. Falls du dir unsicher bist, hole dir den Rat eines Statikers.

 


Wie reinige ich das Terrarium am besten?

Nicht nur die Pflege der Tiere ist wichtig, auch die des Terrariums. Die Reinigungs-Effizienz ist jetzt nicht so aufwändig und täglich erlässlich wie z.B, das eines Katzenklos. Trotzdem sollte auch einiges bei der Reinigung beachtet werden, was wir dir ans Herz legen möchten. Viele Krankheiten der Tiere sind so einfach zu vermeiden. Es sind nur wenige Handgriffe, doch deine Tiere werden es dir danken.

 


Wie reinige ich die Scheiben und Wände richtig?

Bedenke bei der Reinigung immer, dass einige Tiere sehr empfindlich gegenüber aggressiven Reinigungsmitteln sind. Um die Scheiben des Terrariums zu reinigen, verwende einfach nur warmes Wasser mit ggf. einen Zuschuss an Zitronensaft. Benutze immer nur einen separaten Eimer, der ausschließlich nur für die Reinigung deines Terrariums benutzt wird. So vermeidest du, dass sich Reste und Spuren von Reinigungsmitteln mit im Eimer befinden.

Bei stärkeren Verschmutzungen, wie Kot, Urin und Wasserflecken, kannst du auch einen Schaber vorsichtig zur Hilfe nehmen.
Hast du eine selbstgebaute Styroporwand, versiegel diese vor dem Einbau mit zwei Schichten Klarlack. So lässt  sich auch die Rückwand leicht mit warmen Wasser säubern.

 


Wie verhindere ich Keim- und Bakterienbildung?

Die Keim und Bakterienbildung ist ein großes Thema in einem Terrarium. Durch die Wärme und Luftfeuchtigkeit haben, wie du sicherlich weißt, Keime und Bakterien einen guten Nährboden sich zu vermehren und zu verbreiten. Speziell wird oft das Terrariumzubehör und Werkzeug bei der Reinigung vernachlässigt oder gar vergessen. Diese sollten aber sehr gründlich gereinigt werden, da sich hier viele Keime durch Speichel, Kot- und Urinrückstände bilden können.

Auch hier solltest du nicht mit aggressiven Reinigungsmitteln arbeiten. Lege die Werkzeuge, Trinknäpfe und anderes Zubehör einfach in ein warmes Wasserbad. Auch hier kann das Wasser mit Zitronensaft angereichert werden. Durch die Säure werden Bakterien und Keime abgetötet und der hartnäckige Schmutz wird durch sie angelöst. Verwende nur allein für die Reinigung des Terrariums gekaufte Lappen und Schwämme. (kleiner Tipp: eine „neue“ Zahnbürste eignet sich sehr gut dafür)

Vergiss auch nicht die Reinigung deiner Hände. Damit arbeitest du nun mal in einem Terrarium und wie wir alle wissen, sind gerade die Hände ein guter Nährboden für Keime und Bakterien. Reinige deine Hände sorgfältig vor jedem Reingreifen in das Terrarium. Ein Handdesinfektionsmittel ist hierbei noch eine gute und sinnvolle Anschaffung. So bleiben Keime und Bakterien außerhalb des Terrariums und du hast dein Möglichstes getan, damit deine Tiere nicht erkranken können.

 


Welche Tiere sind in welchen Terrarien und Umgebungen heimisch?

Zu den weitverbreitetsten Arten, die gehalten werden, gehören die Reptilien. Auch Spinnentiere, Amphibien, Wirbellose und Insekten sind immer öfter in den Privatwohnungen von Terraristen zu sehen. Informiere dich vorab in welchen Umgebungen und Lebensräumen die Tiere heimisch sind und welchen Aufwand du zur Pflege des jeweiligen Tieres berücksichtigen musst. Wir haben dir hier eine kleine Auflistung mit den Terrarien-Arten und den darin lebenden Tieren aufgestellt.

 

 

Aquaterrarium/Palusarium:http://www.terrarium-kaufen.one

  • Axolotl
  • Rotaugenfrosch
  • Tomatenfrosch
  • Rotaugenlaubfrosch
  • Grüne Wasseragamehttp://www.terrarium-kaufen.one
  • Amerikanischer Ochsenfrosch
  • Südliche Schwimmnatter
  • Chinesischer Feuerbauchmolch
  • Südliche Zierschildkröte

Regenwaldterrarium:http://www.terrarium-kaufen.one

  • Madagaskar-Tag Gecko
  • Tokeh (Gecko)
  • Pfeilgiftfrosch
  • Grüner Laubfrosch
  • Dreistreifen-Baumsteigerhttp://www.terrarium-kaufen.one
  • Rotkehlanolis
  • Dickkopfanolis
  • baumbewohnende Vogelspinnen
  • Blaue Burmavogelspinne
  • Östliche Bändernatter

Waldterrarium:

  • Zweihornchamäleonhttp://www.terrarium-kaufen.one
  • Tigervogelspinne
  • Kragenechse
  • Australische Gespenstschrecke

Trocken/Wüstenterrarium:

  • Bartagamenhttp://www.terrarium-kaufen.one
  • Kaiserskorpione
  • Leopardgecko
  • Maskenleguan
  • Rotbeinvogelspinne
  • Nordafrikanischer Dickschwanzskorpion

 

Du musst einfach selber für dich entscheiden welche Terrarien und damit Tierart für dich am besten ist. Alle weisen unterschiedliche Handhabungen, Einrichtungen, Wärme-/ Lichtverhältnisse und Kosten auf.
Wir hoffen, wir konnten dir kleine Tipps mit auf den Weg geben. Wenn Du noch mehr Inspiration zur Tierfindung suchst, schaue doch einfach in unsere Galerie.